Presse

 Frischer Wind in der Kirche


Jeden Donnerstag begeistert die Gemeindeband "Every Thursday"

Es ist wieder einmal Donnerstagabend. Aus dem Bandkeller der Evangelischen Kirchengemeinde Lintorf-Angermund hört man Musik, die jeder kennt und die jeder mag. Die Gemeindeband „Every Thursday“, die es seit inzwischen 15 Jahren gibt, probt für den nächsten großen Auftritt.


Ziel der Band um Marc Josten ist es die Kirche auch für die nächste Generation attraktiv zu halten. So gibt es viele neue, gute geistliche, aber auch weltliche Lieder, die für Jugendliche genauso ansprechend wie für ältere Gemeindemitglieder sind. „Wir wollen den Liedern einfach ein modernes Gewand verleihen“, so Marc Josten, dem die musikalische Leitung der Band obliegt. „Mit unserem Engagement und unserer Musik wollen wir frischen Wind in die Kirche und in unsere Gemeinde bringen.“


Neben Marc Josten (Keyboard und Gesang) gehören auch Monika Becker (Gesang + organisatorische Leitung) und Christian Lüdecke (Saxophon und technische Leitung) zu den Gründungsmitgliedern der Band der Gemeinde von Lintorf-Angermund. Heute gehören auch Mirjam Ehritt (Gesang + Querflöte), Christine Geyer (Gesang), Wiebke Hanke (Klarinette), Andreas Köhr (Gitarre), Aaron Meyer (Saxophon), Jakob Schneider (Keyboard+Gitarre) und Eva Seidler (Saxophon) „Every Thursday“ an.

Von der Gemeindeband werden aber auch Jugendgottesdienste zu aktuellen Ereignissen und Themen unter dem Motto „Church & Chips“ gestaltet. Zuletzt wurden die Besucher mit dem Thema Amok konfrontiert. „Wir wollen so zeigen, dass auch die Kirche am Puls der Zeit ist“, sagt Marc Josten, der sich gemeinsam mit den anderen Bandmitgliedern über den großen Zuspruch freut. „Es ist einfach eine Bestätigung unserer Arbeit.“ 
 

Gemeinschaft ist wichtig 
 

„Every Thursday“ gilt als eine der besten Musikgruppen der Gegend und hat schon dem einen oder anderen als Sprungbrett gedient. Und das obwohl die Band mit einem kleinen Etat auskommen muss. „Es gibt immer mal wieder Gönner und Sponsoren“, berichtet Josten. „Wir machen aus unseren kleinen Möglichkeiten aber immer das Beste.“


Wichtig innerhalb der Band ist natürlich auch die Gemeinschaft – sie wird groß geschrieben. „Wir treffen uns natürlich nicht nur zu den Proben und den Auftritten sondern unternehmen auch viel gemeinsam, starten Aktionen“, so Marc Josten. „Das ist uns auch enorm wichtig.“ 
 

Auch wenn „Every Thursday“ ihr Hauptbetätigungsfeld in der Evangelischen Kirchengemeinde Lintorf-Angermund hat, ist für Marc Josten wichtig, dass die Texte der Lieder kritisch sein können, man eine offene Haltung vertritt und die Ökomäne lebt.“ 
 

Wer Spaß am Musizieren und Gesang sowie einer ehrenamtlichen Arbeit hat, kann sich bei Monika Becker unter 02102 / 35343 melden. Natürlich kann man auch an jedem Donnerstag ab 19 Uhr bei der Bandprobe in den Räumlichkeiten „An den Linden 6-9“ in Angermund vorbei kommen und sich selbst ein Bild von der engagierten Truppe machen. „Nachwuchs ab 14 Jahren ist jederzeit bei uns herzlich willkommen“, sagt Monika Becker. „Vor allem über Gitarristen, Bassisten, Schlagzeuger oder auch Leute für den Gesang würden wir uns sehr freuen“, ergänzt Marc Josten.


Weitere Informationen findet man im Internet unter www.every-thursday.de.

Musik und Morde in der Bibel 
 

VON SANDRA KREILMANN - zuletzt aktualisiert: 29.03.2010 
 

Lintorf (RP) Morde in der Bibel, das waren ganz besondere Fälle für die Jugend der evangelischen Kirchengemeinde Lintorf-Angermund – zumindest am vergangenen Freitagabend. Anlässlich der zweiten langen Kirchennacht wurde aber in der evangelischen Kirche am Konrad-Adenauer-Platz nicht nur ermittelt. Es wurde auch gemeinsam gegessen und musiziert. Kurzum: Es gab viel Spaß – und Spannung. 
 

Alle saßen gemeinsam im Altarraum. Die Kirchenbänke hatte man zur Seite geschoben und mit Kerzen bestückt. Ganz im Stil des Spiels "Black Stories" wurden nach Hinweisen des Spielleiters dabei die biblischen Morde erraten. Beispielsweise die brutale Rache Simsons an den Philistern aus dem Buch der Richter. Da ließ der geblendete Simson ein ganzes Haus über seinem Kopf und vor allem über den Köpfen der Philister-Fürsten zusammenfallen, nachdem sie ihn gepeinigt hatten. "In der Bibel ist nun mal nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen", sagte Monika Bäcker, Jugendmitarbeiterin und eine der Sängerinnen der Gemeindeband "Every Thursday". Sie hat gemeinsam mit der Band den Abend geplant und auch das Motto initiiert. "Wir wollen einfach zeigen, dass Kirche mehr sein kann als nur sonntags in der Kirche rumsitzen", urteilte Becker, die in der Gemeinde aufgewachsen und fest verwurzelt ist. Denn nicht nur mit Blick auf das Motto versicherte sie: "Kirche und Bibel können wirklich spannend sein." Jugendleiterin Bettina Borsch betonte: "Die Jugendarbeit ist ein wichtiger Teil unserer Gemeinde, alle sind sehr engagiert." Und dabei waren nicht nur Jugendliche im Alter von 13 bis 23 der Einladung zur Kirchennacht gefolgt, auch Eltern saßen gespannt in der Runde und diskutierten eifrig mit, als es um die "Aufklärung der Mordfälle" ging.


Aber es stand noch viel mehr auf dem Programm. Denn wenn "Every Thursday" dabei ist, wird natürlich auch musiziert. Bereits seit 14 Jahren gibt es die Band. Das Repertoire der 13-köpfigen Combo hat eine große Bandbreite: Es gibt moderne Popmusik und christliche Lieder. Vieles davon, sogar mit Orgeleinsatz, spielten die Musiker auch in der langen Kirchennacht. Und alle konnten mitsingen, denn Texte fand man dank Beamer an der Leinwand. Die wurde auch dazu genutzt, Fotos von vergangenen Aktionen zu zeigen. Denn es sind die Gemeindemitglieder, die eine kirchliche Gemeinschaft lebendig halten. Auch eine dritte Kirchennacht ist geplant. 
 

Bettina Borsch spricht bei ihrer Arbeit von christlicher Erlebnispädagogik. Sie zeichnet aber auch für die Seniorenarbeit verantwortlich. "Ich habe somit ganz neue Möglichkeiten, beides zu verbinden. So spielen Musiker von "Every Thursday" bei Seniorentreffs – oder die Jugendmitarbeiter setzen sich mit den Senioren zusammen und erklären den Umgang mit dem PC."

Artikel zum 10-jährigen Bestehen von Every Thursday:  


Every Thursday  
 

10 Jahre Gemeindeband Lintorf-Angermund  
 

Oh, wie die Zeit vergeht…  


Seit nunmehr zehn Jahren, also seit 1996, gibt es die Gemeindeband „Every Thursday“. Grund genug zurückzublicken und nach Vorne zu schauen.  

Im Rahmen verschiedener Jugendgruppen wurden durch 14-18jährige einzelnen Mitgliedern der Musikgruppe Fragen gestellt, die hier – mit den entsprechenden Antworten – abgedruckt sind:  
 

Nun gibt es Euch schon seit zehn Jahren, aber Euren Namen, „Every Thursday“, haben wir jetzt zum ersten Mal gehört. Nennt Ihr Euch schon immer so – und – wie ist der Name entstanden ?  
 

Den Namen „Every Thursday“ haben wir erst im letzten Jahr kreiert – genauer gesagt: unser Schlagzeuger Tobi. Wir dachten, dass der Name „Jugendband“ nicht mehr so passend sei (weil viele von uns nicht mehr Jugendliche sind), also suchten wir nach einem Namen, den wir spätestens zu unserem zehnjährigen Jubiläum präsentieren wollten. Da wir nun eben schon seit Beginn jeden Donnerstag proben, haben wir uns irgendwann für „Every Thursday“ entschieden…  
 

Habt Ihr das Equipment von Anfang an gehabt oder habt Ihr Euch langsam „nach oben“ gearbeitet ?  
 

Ja, ja – lang, lang ist’s her. Angefangen hat alles mit einem Keyboard, Saxophonen, einem Verstärker und ein paar geliehenen Lautsprechern. Erst nach und nach konnten wir das zusammentragen, was wir nun als Grundlage haben. An dieser Stelle wollen wir uns bei allen Spendern und Gönnern herzlich bedanken, insbesondere beim Angermunder Förderverein, ohne die all dies nicht möglich wäre. Danke, vielen Dank.  
 

Haben wir das eben richtig gehört – Die elf Leute, die heute „Every Thursday“ angehören, sind nicht unbedingt von Anfang an dabei ?  


Richtig. Immer wieder hat es Veränderungen gegeben (Beispielsweise, wenn einzelne völlig woanders zu studieren begonnen haben). Glücklicherweise wurden wir immer mehr – schon allein deswegen brauchten wir irgendwann einen neuen Verstärker bzw. ein neues Mischpult. Seit Bestehen der Gruppe sind lediglich Moni (Gesang), Lüdi (Saxophon) und Marc (Keyboard) dabei, alle Anderen sind im Laufe der Zeit dazu gekommen.
 

Ihr wirkt bei euren Auftritten sehr konzentriert und diszipliniert, laufen Eure Proben auch so ab ?  


Freundlich lächelnd ignorieren wir diese Frage und gehen zur nächsten über:  
 

Insbesondere zum Beginn oder am Ende der Gottesdienste, vor allem aber auch bei Gemeindefesten etc., spielt Ihr wesentlich modernere, flottere Lieder als im Gottesdienst selber. Kann man „Eure“ Lieder nicht mit der Gemeinde zusammen singen ?  
 

Eine gute Frage… Wenn wir uns unser Repertoire anschauen und das mit den Liedern vergleichen, die wir im Gottesdienst spielen (müssen), so stellen wir auch erhebliche Differenzen fest. Im Regelfall werden uns die Lieder vorgelegt, die wir zu spielen haben, über das ein oder andere Lied kann man dann noch diskutieren, aber im Großen und Ganzen lässt sich da nicht mehr viel verändern. In der Tat haben wir meistens am Anfang und am Ende des Gottesdienstes eine freie Entscheidungsmöglichkeit, bei Gemeindefesten etc. entscheiden wir innerhalb der Band, was wir spielen wollen.

 

(…) Lieder wie „Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt“ oder „Komm, sag es allen weiter“ sind extrem „ausgelutscht“ müssen die immer noch gesungen werden ?


Wir finden „Nein“, aber das liegt nicht in unserer Hand (…)


Oftmals hat man den Eindruck, dass bei Gottesdiensten, die mit der Jugendband stattfinden, auf Euch überhaupt keine Rücksicht bezüglich der Liedauswahl genommen wird. Denn – mit Verlaub gesagt – „alte“ Lieder werden auch nicht moderner, wenn sie von einem Schlagzeug, Keyboard, Saxophonen, Bass und Gitarre begleitet werden…


Tja, wie gesagt, uns ärgert das auch. Ein Gottesdienst, wo eine Band spielt, sollte sicherlich ein anderes Liedergut aufweisen, als ein „normaler“ Gottesdienst. Viele „klassische“ Lieder wie „Laudato si“ haben wir ja durchaus mit unserem eigenen Stil versehen, bei anderen Liedern haben wir allmählich auch keine Lust mehr diese zu spielen, da man sie einfach nicht „modernisieren“ kann. Schon die Proben verlaufen sehr frustrierend, insbesondere deswegen, weil wir uns nur begrenzt ernst genommen fühlen. Wir wissen leider selber, dass ein Großteil unserer einstudierten Stücke – aus welchen Gründen auch immer – wohl nie mit der Gemeinde zusammen gesungen werden wird. Eigentlich schade, aber wie bereits erwähnt: Das zu ändern liegt nicht in unserer Hand.


Viele Konfirmanden in Angermund waren enttäuscht, dass Ihr bei deren Konfirmation nicht gespielt habt. Ist es richtig, dass Ihr dort nicht auftreten wolltet ?


Nun, wir wüssten wirklich gerne mal, wer dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass wir in Angermund nicht bei der Konfirmation auftreten wollten. Also, um das ganz deutlich zu sagen: Wir treten sehr gerne in Angermund auf, auch wollten und sollten wir eigentlich bei der Konfirmation spielen. Da wir aber eine Anfrage erhalten haben, ob wir auf unseren Auftritt zugunsten des Bläserkreises Kaiserswerth verzichten könnten, haben wir dies bejaht und sind dementsprechend nicht in Angermund aufgetreten.

Also wird man Euch auch weiterhin in Angermund hören… Denn, wenn man Eure Auftritte in Lintorf mit denen in Angermund vergleicht, so kommt doch mehr „Power“ in Angermund rüber – oder ist das jetzt eine subjektive Wahrnehmung, dass Ihr dort „bessere“ und modernere Lieder spielt ?

Also, es ist sicherlich nicht so, dass wir uns in Lintorf keine Mühe geben, aber Ihr habt schon Recht, in Angermund zu spielen macht uns mitunter mehr Spaß. Zum Einen ist in Angermund die Akustik besser, auch singen die Angermunder – unseres Erachtens – besser mit. Was wir aber am meisten begrüßen, ist, dass man uns als Musikgruppe in Angermund wesentlich mehr Freiraum lässt – für eigene Musikvorschläge. So erhalten wir für Auftritte in Angermund die Liedauswahl sehr frühzeitig, da kann man noch über das ein oder andere Lied sprechen; in Lintorf erfahren wir mitunter erst eine Woche vorher, was ansteht. Mit einer Probe kann man da dann auch nicht mehr viel „reißen“ – das Gesamtpaket muss halt stimmen – aber darüber haben wir ja eben schon gesprochen!

Wie sieht die Zukunft von „Every Thursday“ aus ?


Zunächst einmal planen wir ein Jubiläums (22.10.2006) - und ein Adventskonzert (03.12.2006) – auch hier werden wir sehr engagiert durch den Angermunder Förderverein unterstützt. Für das zu Ende gehende Jahr 2006 und vor allem für das nächste Jahr (2007) wünschen wir uns deutlich mehr Jugendgottesdienste bzw. Gottesdienste, wo wir uns mehr mit unserer Musik und unseren Liedern einbringen können. Ein Ziel ist sicherlich das Einüben moderner(er) Lieder mit der Gemeinde, denn hier muss sich – wie Ihr ja auch schon erwähnt habt – einiges deutlich verändern…

Braucht Ihr noch „Mitglieder“, wo/ bei wem kann man sich dann ggf. melden ?


Jeder bzw. jede, der/die gut singen oder ein Instrument spielen kann, ist uns willkommen. Uns würde es freuen, wenn unser Gesangs-Team zur Abwechslung mal durch männliche Jugendliche verstärkt würde. Einen weiteren Gitarristen oder (noch einen) Bassisten würden wir auch nicht ablehnen. In der Regel proben wir jeden Donnerstag ab ca. 19:00 Uhr in der Jugendetage am Bleibergweg. Dort kann man einfach mal vorbeischauen – oder aber man spricht Monika Becker oder Marc Josten an…

Gibt es noch irgend etwas, was Ihr sagen wollt ?


Wie gesagt: Danke – an all unsere Fans (und das sind nicht nur Jüngere !!!), Gönner und Kritiker. Ohne Euch und Sie hätten wir es wohl nicht so weit geschafft. Danke.


Wir bedanken uns für das Gespräch und hoffen baldmöglichst auf einen (Jugend)gottesdienst mit Euch.

Jugendliche der Evangelischen Kirchengemeinde Lintorf-Angermund